Klarstellung des Vorstands


Leider erlangt der Vorstand des ÖSBC in letzter Zeit immer mehr Kenntnis von falschen Darstellungen über bestimmte Projekte und Geschehnisse innerhalb unseres Clubs, welche über Postings auf Facebook-Seiten und auch bei Veranstaltungen verbreitet werden, offensichtlich um Unzufriedenheit unter den Mitgliedern gegenüber dem Vorstand des ÖSBC zu schüren.

Von Seiten des Vorstandes war der Wunsch vordergründig, dass mit den 2021 neu in den Vorstand gewählten Personen ein Team mit neuen, guten Ideen zum Wohle der Rasse zustande kommt und hat sich auf eine 4jährige konstruktive Zusammenarbeit gefreut, sonst wäre der Wahlvorschlag des Vorstandes nicht in dieser Konstellation zusammengestellt worden. Leider hat sich bereits nach kurzer Zeit eine Gruppe innerhalb des Vorstandes gebildet, die, nachdem die neue Zuchtordnung vom gesamten, neu gewählten Vorstand beschlossen wurde, weitere Forderungen an den restlichen Vorstand herangetragen hat, welche die ohnehin schon sehr kleine Population von zuchttauglichen Hunden massiv eingeschränkt hätten. Jeder Genetiker bestätigt, JE GRÖSSER DER GENPOOL, DESTO GESÜNDER SIND DIE HUNDE!
Es wurden aber immer mehr verpflichtende Untersuchungen mit Auflagen und daraus resultierenden Zuchtausschlüssen gefordert. Das konnte und wollte der restliche Vorstand nicht mittragen, zumal es in erster Linie nicht darauf abzielen würde, die Gesundheit der Hunde zu fördern. Der Gedanke in einem Vorstand darf nicht auf der Schaffung von Erschwernissen durch Auflagen basieren, die alle Züchter durch die ZEO mittragen müssen, nur, weil möglicherweise der Wunsch besteht, "bestimmte unliebsame" Züchter dadurch einzuschränken – und schon gar nicht auf Kosten der Hunde!
Gemeinsam an einem Strang ziehen sieht anders aus und ein Teil dieser Gruppe ist daraufhin auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden.

NUN ZUM THEMA „EPILEPSIE“:

Auf Grund der Information einer Züchterin am 29. Mai 2021, dass eine ihrer Hündinnen epileptische Anfälle hat, und am 19. Juli 2021 der Club offiziell von der Besitzerin des Vaters der erkrankten Hündin informiert wurde, dass ihr Rüde einen Nachkommen mit Epilepsie gebracht hat, wurde das Thema „Epilepsie“ vom Zuchtwart in die Tagesordnung für die nächste Vorstandssitzung am 23. Juli 2021 aufgenommen, und in den Entwurf der neuen Zuchtordnung integriert. In dieser Sitzung wurde sowohl die neue Zuchtordnung, als auch die Unterstützung der Forschung nach einem GEN-Test für Epilepsie durch den ÖSBC, von allen Vorstandsmitgliedern beschlossen. Für den Club war ein Vorstandsmitglied für die Kontaktaufnahme mit dem Labor und Klärung aller offenen Fragen bezüglich der weiteren Vorgehensweise zuständig.
Danach wurde das EPI-Projekt für jede Sitzung in die Tagesordnung aufgenommen und der Stand der Verhandlungen hinterfragt und protokolliert.
Den Aussagen zufolge hat es sich immer „nur mehr“ um die Klärung von einigen wenigen Details gehandelt. Erst als das Projekt auf die Club-HP gestellt wurde, wurde offengelegt, dass es nach einem Jahr noch nicht mal eine Zusage des Labors für eine Zusammenarbeit mit dem ÖSBC gibt, und alles wieder von der HP entfernt werden muss.
Bei ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand war es plötzlich das Projekt des mit der Aufgabe betrauten Vorstandsmitglieds, welches dieses ehemalige Vorstandsmitglied auch mitnehmen würde. Das ehemalige Vorstandsmitglied hat danach bei einem anderen Labor eine private Initiative gestartet. Ist das gute Recht dieses Mitglieds.
Aber man muss auch dem Club das Recht einräumen, ein seit einem Jahr beschlossenes Projekt für sich weiterzuführen. Da bei dem ersten Labor kein Interesse bestand, hat der Vorstand das Institut für Genetik in Bern kontaktiert und die Unterstützung dieses Forschungsprojektes beschlossen. Das ausgeschiedene Vorstandsmitglied wurde sogar über diesen Schritt informiert und über eine mögliche Zusammenarbeit befragt. Dieses Gespräch wird nun aber als ein Aushorchen des Zuchtwartes und der Geschäftsstelle über ihr Projekt bezeichnet.
Von einem Gegenprojekt oder Sabotage durch den ÖSBC kann also nicht die Rede sein, zumal diese private Initiative seitens des ÖSBC nicht angetastet oder schlechtgeredet wurde. Hingegen wird sowohl das Projekt des ÖSBC, als auch der Club öffentlich durch Unwahrheiten in den Schmutz gezogen.

SAMMLUNG VON ANTRÄGEN BEIM JOE MALLEN MEMORIAL 2022:

Bei der Geschäftsstelle des ÖSBC sind eine Anzahl von gleichlautenden Anträgen von Züchtern eingelangt. Es handelt sich um eine Forderung zur Abänderung der Zuchtordnung, die Wurfabnahmen und den Zuchtwart betreffend.
Die Vorgehensweise, wie diese Unterschriften gesammelt wurden ist mehr als bedenklich. Ein Mitglied ist während der Ausstellung mit den Anträgen herumgegangen und an die Züchter herangetreten, hat ihnen den Zettel in die Hand gedrückt und sie zum Unterschreiben aufgefordert. Bei den Beobachtungen konnte festgestellt werden, dass die Leute nicht mal Zeit hatten den Text zu lesen und auch dauernd auf sie eingeredet wurde. Eine Anfrage, den Antrag mit nach Hause nehmen zu können um ihn in Ruhe durchzulesen, wurde abgelehnt.
Da die unterschriebenen Anträge an Ort und Stelle an dieses Mitglied zurückgegeben wurden, ist anzunehmen, dass niemand mehr genau den Inhalt kennt, deshalb wurden die einzelnen Punkte aus dem Antrag kopiert (blaue Kursivschrift)

Als Zuchtgemeinschaft stehen wir, auf Anraten des ÖKV-Zuchtbuchreferenten Hr. Koren, zusammen und fordern:
Herr Koren wurde diesbezüglich vom ÖSBC kontaktiert. Er hat bei diesem Gespräch bestätigt, dass es eine Anfrage von einem Mitglied wegen der DNA-Analyse bei Wurfabnahmen durch den Tierarzt, und der dadurch entstehenden Mehrkosten für Züchter, gab. Herr Koren hat bestätigt, dieses Mitglied davon in Kenntnis gesetzt zu haben, dass er diese Regelung in der ÖSBC-Zuchtordnung in Ordnung findet, sonst hätte er es in seiner Funktion als Zuchtbuchreferent des ÖKV in dieser Form nicht genehmigt.

  1. Die sofortige Änderung des ÖSBC-ZEO Paragraphen 12 (9) Abs. 2 bis 4 Dieser soll ersetzt werden durch den ÖKV-ZEO Paragraph Punkt (9) und Punkt (10)
    derzeitiger Text § 12 (9) Abs. 2 der ÖSBC-ZEO soll lt. Antrag gestrichen werden: Verweigert ein Züchter die Wurfabnahme durch den ÖSBC, kann eine Eintragung des Wurfes in das A-Blatt des ÖHZB nur erfolgen, wenn die Wurfabnahme mit entsprechendem Wurfabnahmeprotokoll (§ 12 (9) Abs. 4) von einem Tierarzt durchgeführt wird und eine DNA-Analyse der Elterntiere sowie aller Welpen erbracht wird. Voraussetzung ist, dass auch alle erforderlichen Zuchtkriterien der Elterntiere erfüllt wurden.

    ÖKV-ZEO § 12 Punkt (10) soll lt. Antrag in dieser Form in die ÖSBC-ZEO aufgenommen werden:
    Verweigert ein Züchter eine Wurfkontrolle/-abnahme durch die VK, erhält der Wurf nur dann eine Registereintragung mit Zuchtverbot, sofern er eine Bestätigung eines Tierarztes über die Kennzeichnung, Gesundheitszustand und Anzahl aller Welpen erbringt. Bringt der Züchter zusätzlich eine DNA-Analyse der Elterntiere sowie aller Welpen, und erfüllen die Elterntiere auch die Qualitätskriterien der Verbandskörperschaft hinsichtlich Gesundheit, Wesen und/oder Leistungsfähigkeit, dann erfolgt eine Eintragung in das A-Blatt des ÖHZB.
    Abgesehen davon, dass eine Registereintragung in der ÖSBC-ZEO nicht vorgesehen ist und die Welpen deshalb eine B-Blatteintragung mit Zuchtverbot erhalten würden, sind die beiden Texte inhaltlich zu 100% ident. Somit ist lt. ÖSBC-ZEO auch jetzt schon eine Wurfabnahme durch den Tierarzt möglich. Die DNA-Analyse ist daher nur für die Eintragung ins A-Blatt notwendig. Eigenartigerweise wurde genau diese DNA-Analyse gleich nach Aussenden der neuen ÖSBC Zuchtordnung von der Person die jetzt die Anträge gesammelt hat mit dem Argument, dass eine DNA-Analyse eine ungerechtfertigte finanzielle Mehrbelastung für die Züchter darstellt, vehement abgelehnt.

    derzeitiger Text § 12 (9) Abs. 2 der ÖSBC-ZEO soll lt. Antrag gestrichen werden:
    Bei Zutrittsverweigerung wird ein Pönale von € 300,- verrechnet und als Disziplinarangelegenheit gemäß § 19 Abs. 2 der Satzungen des ÖKV geahndet
    Zwischen einer Verweigerung der Wurfabnahme durch die VK und einer Zutrittsverweigerung besteht ein gravierender Unterschied. Wenn ein Züchter trotz Terminvereinbarung den Zuchtwart bei seinem Besuch aus welchen Gründen auch immer nicht in sein Haus lässt und die Wurfabnahme aus diesem Grund nicht durchgeführt werden kann, dann ist das eine Zutrittsverweigerung. Von der Pönale werden dem Zuchtwart die Unkosten für die umsonst gefahrenen Kilometer und die Pauschale vom Club ersetzt. Das Disziplinarverfahren soll einen Wiederholungsfall ausschließen.

    derzeitiger Text § 12 (9) Abs. 3 der ÖSBC-ZEO soll lt. Antrag gestrichen werden:
    Die Wurfabnahme erfolgt in der 8. Woche. Solange der Wurf nicht abgenommen wurde, darf kein Welpe abgegeben werden. Die Welpen müssen bei der Wurfabnahme gechipt, geimpft und entwurmt sein. Diese Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose vor Abgabe der Welpen ist Pflicht. Sollten Welpen noch längere Zeit beim Züchter verbleiben, ist er verpflichtet, die weiteren Grundimmunisierungen zeitgerecht durchführen zu lassen.

    derzeitiger Text § 12 (9) Abs. 4 der ÖSBC-ZEO soll lt. Antrag gestrichen werden: Bei jeder Wurfabnahme ist vom Zuchtwart ein Protokoll anzulegen, wo die Anzahl der Welpen, etwaige erkennbare Mängel, Verhaltensauffälligkeiten und Allgemeinzustand der Welpen, Zustand der Mutterhündin, Kaiserschnitt, Geburtsprobleme, Entwurmungen und Impfungen dokumentiert werden. Dem Züchter ist eine Kopie auszuhändigen. Welpeninteressenten haben das Recht in das Wurfabnahmeprotokoll Einsicht zu nehmen.

    Was an den Absätzen 3 und 4 zu bemängeln ist, entzieht sich unserer Kenntnis, wenn statt dessen

    ÖKV-ZEO § 12 Punkt (9) in die ÖSBC-ZEO aufgenommen werden soll:
    Wurfkontrollen/-abnahmen müssen von Personen, die sowohl der Rasse kundig als auch für die Wurfkontrollen/-abnahmen geschult sind, im Auftrag der rassebetreuenden VK durchgeführt werden. Wurfkontrollen/-abnahmen müssen auch bei Würfen von Nichtmitgliedern vorgenommen werden. Eine von Kontrollor und Züchter unterzeichnete Kopie (oder ein Durchschlag) des Wurfabnahmeprotokolls ist dem Züchter zu überlassen. Welpeninteressenten sind berechtigt darin Einsicht zu nehmen.

    Der Antrag beinhaltet auch, dass dem Zuchtwart jedes Jahr mehrere Tausend Euros ausbezahlt werden. Nichtvereinsmitglieder und das Vereinsvermögen werden finanziell immens belastet, einmal abgesehen davon, dass eine Wurfabnahme bzw. Untersuchung durch den Tierarzt mehr wiegt als eine durch den Zuchtwart:

    Der Zuchtwart wird nicht vom Club für seine Wurfabnahmen bezahlt, sondern der Club übernimmt die Bezahlung der Fahrtkosten + der Pauschale des Zuchtwartes FÜR den Züchter. Im ÖSBC wird es seit jeher so gehandhabt, dass für Züchter welche Mitglieder im ÖSBC sind, die Kosten für die Wurfabnahme als Service vom Club übernommen werden. In sehr vielen anderen Clubs gehen diese Kosten immer zu Lasten des Züchters, egal ob Mitglied oder Nichtmitglied.

    Es ist doch relevant speziell bei der Entwicklung der Welpen eine große Vergleichsbasis zu haben. Ein TA überprüft allein die gesundheitlichen Aspekte, nicht aber das Gesamtbild. Man kann auch von Tierärzten nicht verlangen, dass sie von jeder Rasse den Standard kennen müssen. Z.B. beim Gebiss nehmen viele an, dass ein Vorbiss beim SBT erlaubt ist. Mitunter werden auch zuchtausschließende Fehler, z.B. Fehlfarben wie black-and-tan oder liver, etc., nicht erkannt.
    Bei einer Wurfabnahme durch den Zuchtwart wird auch der Zustand der Mutterhündin nach dem Wurf kontrolliert und ob ev. ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde. Beim Impfen und Chipen werden in der Regel nur die Welpen zum Tierarzt gebracht.

Bei der Ausstellung ist auch das Gerücht verbreitet worden, dass es im Club bald einen neuen Zuchtwart geben soll:
Dem Vorstand ist darüber nichts bekannt, dass der derzeitige Zuchtwart sein Amt niederlegt, noch soll er aus anderen Gründen ausgetauscht werden.

Da es offensichtlich Leute im Club gibt, die es darauf anlegen, die Arbeit des Vorstandes schlecht zu reden, Unzufriedenheit unter den Mitgliedern hervorzurufen und damit versuchen den Club zu spalten, möchten wir eindringlich ersuchen, bei grassierenden Informationen, die Unklarheiten und Unsicherheit hervorrufen, bitte an den Vorstand des ÖSBC heranzutreten und diese Dinge direkt anzusprechen, damit wir wieder zu Frieden und Zusammengehörigkeit im ÖSBC finden.

Wir bitten um euer Verständnis, aber es ist uns ein großes Anliegen euch auch einmal die Sicht des Vorstandes zu den ganzen Vorwürfen und Fehlinformationen darzulegen.

Liebe Grüße
der Vorstand des ÖSBC


  Antrag auf Änderung der Zuchtordnung